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Der Mensch steht im Mittelpunkt und somit allen im Weg

Es gibt ein mongolisches Sprichwort das besagt, das der Frosch der im Brunnen lebt, das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand beurteilt. Aus der Sicht des Frosches ist diese Aussicht ausreichend, aber was könnte er Großartiges entdecken, wenn er seinen Brunnen verlassen und über den Rand klettern würde?
Und abgesehen vom fehlenden Rundblick, lebt der Frosch womöglich im stehenden Gewässer und wir wissen doch alle, was mit Wasser passiert, dass nicht fließen kann. Genau, es verwandelt sich in eine braun/popelgrüne Brühe die übelst stinkt.

Diese Brühe stellt im übertragenen Sinne das da, wo Sie sich den lieben langen Tag, das liebe lange Leben aufhalten – Ihre Welt. Allerdings sieht das was Sie vielleicht IHR Leben nennen nicht wirklich danach aus als hätten Sie alles im Griff oder? Diese popelgrüne Brühe benebelt, betäubt Sie den ganzen Tag, die ganze Woche und letztendlich Ihr ganzes Leben und gewährt Ihnen den Eindruck, als hätten Sie ein selbstbestimmtes Leben. Nichts liegt fernen als das.

Und so heißt es den lieben langen Tag: “Schauen, aber nicht anfassen. Anfassen, aber nicht kosten. Kosten, aber nicht schlucken” (Filmzitat) Was im Klartext bedeutet, dass man Sklave eines perfekt durch organisierten Lebens ist, in dem es keinen Platz für Kreativität und kaum Chancen auf Befreiung gibt.

Dazu passt eine (fast zu) ernste Geschichte, die ich in einem Buch von Marco Aldinger entdeckt habe:

“Meister, was meint das rätselhafte Jesus-Wort: Lasst die Toten Ihre Toten begraben”?
“Viele Menschen, die klinisch zu den Lebenden gehören, sind in gewisser Hinsicht bereits seit Jahren gestorben. Die meisten Menschen sterben lange vor dem Tod.
Die Tatsache, dass jemand starb ist noch kein Beweis dafür, dass er gelebt hat. Einige leben vor ihrem Tod, andere nach ihrem Tod. Die meisten Menschen leben weder vor noch nach demselben; sie lassen sich gemächlich in die Welt hinein und aus ihr hinausvegetieren. Sie spielen in ihrem eigenen Leben nur eine Episode, leben als Zaungast. Ja, wie gesagt, viele leben nicht einmal einmal…”

Meister, welchen Fehler machen die Menschen”?
“Die meisten Menschen existieren, weiter nichts. Sie leben nicht, sie werden gelebt. Wer wagt schon ein selbstbestimmtes Leben? Sie gehen über ihre eigene Leichen…
Die Menschen leben nicht ihre Träume, sondern träumen ihr Leben. Sie verbringen ihr Leben damit, ihr Leben vorzubereiten. Und hoppla – da ist`s schon passiert: mit einem Leichenwagen fahren sie ins Paradies! Das müsste nicht sein…”

“Meister, Deshimaru-Roshi sagte: Die Lebenden sind im Leichenwagen, die Toten geben das Geleit.
“Er hat recht. Denn das Gegenteil von Leben ist nicht der Tod, sondern Gefühllosigkeit. Vielen denken, es sei kühn mit dem Tod zu spielen, wirklich kühn ist, mit dem Leben zu spielen. Dem Leben ist es egal, wie du dich tot stellst”

“Meister, warum spricht niemand über dieses Thema?”
Viele verschweigen nicht nur ihr Nichtvorhandensein, – sie wissen es nicht einmal. Die Leute fürchten sich, über diese Gedanken zu sprechen, da es sich herausstellen könnte, dass sie zu den Verstorbenen zuzurechnen sind. Aus diesem Grund sagen sie, dass eine derartige Auffassung lächerlich sei. Diese Leute sind nicht zu beunruhigen, denn falls sie zu der erwähnten Sorte Menschen gehören, werden sie es schwerlich herausfinden. Und außerdem, keine Angst: das Leben ist nicht totzukriegen…”

 

 

Alte Pfade verlassen

Sollten wir zu den Menschen gehören die jetzt einwenden, dass das lächerlich sei und etwas übertrieben dargestellt wurde oder gehören wir eher zu den Leuten, die vielleicht Informationen vorerst mal neutral auf sich wirken lassen? Die Sache als solches, in diesem Fall die Information, ist IMMER neutral. Wir, Individualisten, geben der Sache eine Wertung, die je nachdem, in die eine oder andere Richtung tendieren wird.

Ob das so ist oder nicht, ob wir glauben, dass wir zu den bereits gestorbenen Menschen gehören oder eher zu denen, die ein selbstbestimmtes Leben führen sei mal dahingestellt. Viel entscheidender ist, ob wir es schaffen neue Ideen, neue Ansätze, neue Sichtweisen den nötigen Raum zu geben um sich entfalten zu können. Haben Sie das Selbstbewusstsein und das nötige Rückgrat eine neue Sichtweise und nicht sofort in ihre alte, vorgegeben Schublade zu stecken?

 

Der Mensch bleibt auf der Strecke

Schauen wir uns dann mal die heutige Wirtschaft an, dann werden wir feststellen, sofern wir nicht immer alles glauben was uns aufgetischt wird, dass diese immer nur Teilaspekte betrachtet und analysiert – sehr detailliert, hervorragend aufbereitet, aber dennoch nur Teilaspekte.
Die Wissenschaftler vergessen, dass alles was wir tun Konsequenzen hat. Die Ökonomen haben einen sehr spezialisierten Blickwinkel und es fehlt ihnen den Weitblick eine Sache von Anfang bis zum Ende durchzuplanen.

Oder wie sehen Sie das, wenn Experten, Wissenschaftler, Politiker etwas auf die Beine stellen (Atomreaktoren) und wissen bereits bevor der erste Spartenstich gemacht ist, dass wenn was passiert (Reaktorunfall), dass der Mensch, die Natur, die Umwelt zu schaden kommen wird – und zwar extrem! Und das diese Reaktoren ein Cocktail an radioaktiven Abfällen verursachenden werden, die eine extrem lange Halbwertszeit aufweisen: z.B. Jod-129: Halbwertszeit 17.000.000 Jahre. Nun, das ist sehr lange. 

Wir müssen an dieser Stelle nicht die Beispiele an Reaktorunfällen auflisten, die bereits passiert sind. Wir müssen auch nicht weitere Beispiele bringen, die klar und nachhaltig aufzeigen, dass “unsere” Experten die Sache nicht durchdacht haben. Zu mindestens haben sie es nicht zu Ende gedacht und schon gar nicht im Sinne der Menschlichkeit. Jedem Unternehmer oder Selbständigen fallen wahrscheinlich selber ähnliche Beispiele dazu ein, die bestätigen, dass diese Experten wahrscheinlich nur ihren persönlichen Erfolg im Sinn haben und nicht das gesellschaftliche Wohlbefinden.

 

Die wirtschaftlichen Bedürfnisse stehen leider über den menschlichen Bedürfnissen

Ein weiteres Beispiel soll verdeutlichen, dass der Ökonom sich irrt und vergessen hat bis zum Ende zu denken:

Es besteht eine Nachfrage für ein Produkt, sagen wir Wein. Diese Nachfrage kann gedeckt werden, wenn in den entsprechenden Weinanbaugebieten Trauben angepflanzt werden. Danach erfolgt die Ernte und es entsteht mit etwas Aufwand roter oder weißer Wein, je nachdem ob weiße oder rote Trauben angepflanzt wurden. Der Wein gelangt dann über Händler zum Verbraucher und wird dort angeboten, gekauft und verköstigt. Die Nachfrage ist damit gestillt und befriedigt. Für den Ökonom ist hier Schluss. Er kann von Anfang bis zur Befriedigung der Nachfrage alles kalkulieren, berechnen und in Zahlen, Daten und Fakten darlegen und hoch professionell erklären und präsentieren.

Allerdings wissen wir, dass es außer Zahlen, Daten und Fakten noch einiges auf diesem blauen Planeten zu berücksichtigen gilt.

Also schauen wir etwas über den Tellerrand und fragen: Was passiert wenn die Nachfrage gestillt ist? Welche Folgen hat es eine gegebene wirtschaftliche Aktivität für die Ebenen Mensch, Gesellschaft und Natur? Welchen Einfluss hat die Produktion von Weintrauben auf die Natur oder Umwelt? Bei dem Konsum von Wein müssten wir uns fragen, welche Auswirkungen hat diese Ware auf den Mensch und die Gesellschaft?

Sie sehen, dass wir mit solchen Fragen keine Antworten liefern können, die mit Zahlen oder Daten gespickt sind. Die Antworten umfassen im weitesten Sinne ethische Überlegungen die in unserer hektischen, profitorientierten Wirtschaft zu kurz kommt.
Unsere heutige Wirtschaft beschäftigt sich nur mit einer Seite der Medaille, nämlich mit der materiellen. Somit können unsere Wirtschaftsexperten nicht die ganze Wahrheit sagen, da ihnen wichtige Informationen fehlen oder sie diese ignorieren.

In unserer Welt ist alles von Natur aus miteinander verbunden. Wir können nichts tun ohne das wir auch eine Konsequenz daraus zu erhalten – im Guten wie im Bösen. Eines der Naturgesetze, das Gesetz von Ursache und Wirkung, besagt genau das.

Oben erstgenanntes Beispiel ist mit Sicherheit die offensichtlichste und bedrohlichste Folge von Fehlinterpretationen unserer Experten und Ökonomen. Den Wohnraum von Menschen zu zerstören ist vielleicht schon so aktuell geworden, dass man endlich einsieht, dass man nicht mit der egoistischen Marschrute weitermachen kann, wie in den letzten Jahrzehnten. Die Frage ist nur, ob wir es schaffen die Route rechtzeitig und stark genug zu verändern, da die bestehende von machtbesessnen, egoistischen und nur an den eigenen Vorteil orientierten Experten und Politiker verfolgt werden.

Die Wissenschaftler vergessen, dass sich die Natur in alle möglichen Richtungen entfaltet. Es ist keine WIN-WIN-WIN-Situation, es gibt Verlierer…
Sollen das unsere Experten, Wissenschaftler und Politiker sein, die angeblich nur im Fokus haben dem Menschen ein besseres Leben zu bieten?

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