Thilo Schneider Logo, you are personality, Haftung, Firmen, Unternehmer, Zwangsvollstreckung

Geld im Ausland – so machen es die Reichen und Großen

Du kannst Dich vielleicht auch noch zurück erinnern, als 2005 die EU-Zinsrichtlinien in Kraft getreten sind. (European Savings Tax Direktive, ESD) Es geht halt darum, dass jeder EU-Bürger, der auch nur einen Cent im Ausland (im europäischen Ausland) investiert oder versucht hat sein Kapital zu verstecken, besteuert wird. Diese Regelung gilt in allen Mitgliedsstaaten unter anderem auch in San Marino, Andorra, Lichtenstein, Schweiz und die britischen Kanalinseln.
Allerdings gilt diese Regelung nur für Bürger, die ihren Wohnsitz natürlich innerhalb der EU haben. Hast Du Dich bereits aus Deutschland abgemeldet, dann kannst Du den EU-Zinsrichtlinien beruhigt den Rücken kehren. Hier zu liest Du vielleicht nochmal den Beitrag “Endlich keine Steuern zahlen – Abmeldung aus Deutschland”.

Darüber hinaus leitet auch noch die kontoführende Auslandsbank Daten von dem Anleger (Wohnsitz und Identität) an das Heimatland weiter. Somit ist jedem klar, dass es bei dieser Anlage um Dich geht. Verstecken geht also nicht.
Gehst Du allerdings hin und schaust über den Tellerrand Europas hinweg, dann entsteht die Problematik der Kontrollmeldung einer kontoführenden Auslandsbank fast nicht. Hierfür gibt es jede Menge Staaten bzw. Banken in gewissen Staaten, die keine Mitteilung Deiner Daten an das Heimatland vornehmen.

Aber aufgepasst!

Seit 2016 haben wir wieder eine neue Regulierung, genau genommen seit Januar 2016 ist diese in Kraft getreten. Es handelt sich um das CRS (Common Reporting Standard). Die OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) hat dies ins Leben gerufen, um letztendlich den Offshore Ländern endlich den Garaus zu machen. Das ausgesprochene Ziel der OECD ist es, Steuerparadiese auf dieser Welt ein für alle mal abzuschaffen. Also wenn dies wirklich gelingen soll, dann wird es mit unter Jahre dauern, dies in die Tat umzusetzen. Auch die motivierende Aussage von dem OECD Generalsekretär Angel Gurria: “Es wird auf dieser Welt keine Ort mehr geben, wo man Geld verstecken kann”, sehen wir doch eher als Wunschdenken an.

Man muss aber dafür halten, dass die OECD schon einige Erfolge zu verbuchen hat, nämlich, konnten Sie weit über 100 Staaten dazu zwingen diese Vereinbarung zu unterschreiben. Allerdings gibt es noch jede Menge Staaten, die das (noch) nicht gemacht haben.

Das Spielfeld der Reichen und Großen

Wer sich mit Sicherheit von diesen neuen Einschränkungen nicht beeindrucken lässt, sind die Reichen und Großen. Warum auch! Reich und Groß bedeutet Macht und Leverage. (Leverage bedeutet Hebelwirkung) D.h. wenn ich Geld und somit auch Macht habe, kann ich Dinge mit einer gewissen Hebelwirkung erzwingen. Erzwingen ist jetzt irgendwie ein böses Wort, würde auch in der Praxis so nie verwendet werden, aber ich wollte es etwas vereinfachen und klarer zum Ausdruck bringen. Ein andere Erklärung für erzwingen wäre noch “Jeder hat seine Preis”.

Unternehmer und Selbständige sollten sich noch darüber informieren wie sie ihre Steuern reduzieren, die Haftung minimieren und ihr Kapital sichern. Kostenfrei und unverbindlich.

Also die Reichen und Großen werden immer alles daran setzen, dass sie keine Steuern in ihren Heimatländern zahlen müssen. Und dafür stehen immer noch jede Menge Länder zur Verfügung, die es den Reichen gerecht machen ohne irgendwelche Meldungen machen zu müssen.

Laut einer Analyse von der Tax Justice Network sind die folgenden Steueroasen die beliebtesten:

  1. Schweiz
  2. Luxemburg
  3. Hinging
  4. Cayman Islands
  5. Singapur
  6. USA
  7. Libanon
  8. Deutschland (für Ausländer)
  9. Jersey (britische Kanalinsel)
  10. Japan
  11. Panama
  12. Malysia
  13. Bahrain
  14. Bermudas
  15. Guernsey

Folgende Staaten können aber laut der Tax Justice Network auch durchaus als Steuerparadiese aufgeführt werden:

Andorra, Anguilla, Bahamas, Barbados, Belize, British Virgin Islands, Bulgarien, Cook Islands, Delaware, Dubai, Fidschi-Inseln, Gibraltar, Irland, Isle of Man, Labuan, Liberia, Liechtenstein, Madeira, Malta, Mauritius, Monaco, Niederlande, Niederländische Antillen, Ras Al Khaimah, Russland, Samoa, Seychellen, Vanuatu, Zypern.

Interessant oder? So manche Länder hätte man da nicht vermutet. Und selbst auf dieser Liste fehlen immer noch Länder wo man sein Geld oder sein Vermögen hervorragend “verstecken” kann. Wobei “verstecken” nur die Bürger betrifft, die in den Hochsteuerländer leben oder auch dort ihr Firma haben.
Deshalb kann man nur jedem Bürger motivierend auf die Schultern klopfen, der den Hochsteuerländer den Rücken kehrt und somit sein Kapital aus dem System der Gierigen und Nimmersatten entzieht. Das ist übrigens einer der wenigen Aktionen, die ein System zu Fall bringen könnte.
Allerdings muss man dazu sagen, dass auch in diesem Punkt die USA wieder mal Vorreiter ist und macht es seinen Bürgern überaus schwer, wenn sie “abhauen” wollen, um vielleicht Schulden aus dem Weg zu gehen oder gar ihr Kapital aus dem Land zu schaffen. (Verfolgung im Ausland, Passentzug, Haft usw.)
Auch ist es so, dass US Bürger sowieso immer als Weltbürger angesehen werden und in der USA versteuern müssen – egal wo sie auf der Welt Einkünfte erzielen.
Wobei die USA ja DAS Steuerparadiese ist. Eigentlich kann man sagen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika die Erfinder der Steueroasen sind – aber nur für Ausländer! Sie zeigen gerne mit dem Finger auf andere Steueroasen, verhängen Sanktionen sind Befürworter von CRS aber beteiligen sich selber nicht daran! Spannend!

So sind halt die Amerikaner und nur so am Rande:

Wenn man aber vielleicht mit der Zeit so ein Gefühl bekommt und leichten Hass auf die Amerikaner verspürt, da er ja auch gerne Kriege anzettelt, Weltpolizei spielt und immer mit dem Finger auf andere zeigt, muss man doch ganz klar unterscheiden zwischen der Politik und all seinen Organen (den Politikern, allen voran Obama, dem Militär, Spezialeinheiten usw.) und dem amerikanischen Volk. Das amerikanische Volk hat die gleichen Vorbehalte gegen ihre miserabel Regierung wie wir das gegen die Amis oder auch gegen unsere Regierung haben.

Also bevor andere Hochsteuerländer wie z.B. Deutschland oder Österreich ihrem megagroßem Bruder USA wieder mal alles nachmachen wollen, sollte man bereits seinen Koffer gepackt und wohlmöglichst das Oneway Ticket gebucht haben – alles andere müsste man fast mit “Pecht gehabt” abtun.

Bedenkt immer: Ihr seit Erdbewohner und so manch schickes Ländchen hat so seine Reize und bietet euch einen Lebensstandard und auch ein steuerreduziertes oder im besten Fall ein steuerbefreites Einkommen. Für viele Menschen bedeutet das 100% mehr Einnahmen, ohne das sie nur eine Stunde mehr arbeiten müssten!

Im nächsten Bericht:

Die ersten Schritte:
die Wahl der geeigneten Steueroase
die Wahl der richtigen Identität
Firmenmodelle (LLC, Offshore Gesellschaft, Offshore Trust, Private Stiftung, Stiftungs Ltd. usw.)

Wenn Du vielleicht Unternehmer bist oder betreibst ein Gewerbe und gerne individuell für Dein Business eine Strategie benötigst, dann solltest Du mal hier nachschauen und unsere Aktion in Anspruch nehmen.

1 Antwort

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *